ALLES ÜBER RUM

DAS SOLERA VERFAHREN

Oft hört man von Rum oder Brandy, dass dieser durch das Solera- oder Criaderas-System hergestellt wurde, aber wie funktioniert es? 

Diese Methode hat ihren Ursprung in Spanien. Und wurde oft in der Brandy- und Wein-Herstellung verwendet.

 

Das Solera-System besteht aus Eichenfässern, sog. Botas, die in Reihen übereinander angeordnet sind (oft auch pyramidenförmig), um eine Verbindung zu den über- und unterliegenden Fässern zu ermöglichen.

 

Jedes Fass ist mit Rums aus verschiedenen Jahrgängen gefüllt. Dabei beinhalten die Fässer der oberen Reihe die jüngsten und die Fässer der untersten Reihe die ältesten Destillate.

 

Die unterste Reihe wird «Solera» bezeichnet und bedeutet soviel wie «am Boden liegend». Die Fassreihen über der «Solera» werden als «Criadera» bezeichnet.

 

Der Maestro Ronero zieht zur Abfüllung eines Rums, von der untersten Reihe (Mutterrum), eine bestimmte Menge ab, die aber nie mehr als einen Drittel des gesamten Fassinhaltes ausmacht. Die Jahresbezeichnung der Solera-Rums bezieht sich demnach auf das Alter des Mutterrums. 

Danach füllt er die untere Fassreihe mit jüngeren Rums aus der darüber liegenden Fassreihe auf. Dieser Prozess setzt sich bis zur letzten «Criadera» fort, wobei die letzten bzw. obersten Fässer durch die Zugabe eines Rums aus dem entsprechenden Jahr befüllt werden. So vermischen sich alte mit jungen Rums miteinander. Beim Durchlaufen der einzelnen Reihen reift der Rum zusätzlich. Je nach Hersteller, ist die Anzahl der verwendeten «Criaderas» unterschiedlich. Mindestens müssen es aber drei sein.

 

Dank dieser Methode kann eine stabile Qualität und ein homogenes Produkt gewährleistet werden.